56 Prozent Strom gespart – kaneo GmbH aus Niedersachsen gewinnt Europäischen Energiesparcup!

Die kaneo Gmbh – green IT solutions ist europäischer Energiesparchampion! Das Unternehmen aus Niedersachsen hat den European Enterprises Climate Cup gewonnen und sich damit gegen 172 Unternehmen aus zehn europäischen Ländern durchgesetzt.
Auf Platz 2 folgt die bulgarische Beratungsgesellschaft denkstatt Bulgaria Ltd.
Der 3. Platz geht an den Anbieter für Sanitär- und Heizungstechnik Uponor aus Lettland.

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Ergebnis des European Enterprises Climate Cup

1. Platz        kaneo GmbH    Deutschland       56% Strom gespart
2. Platz    denkstatt Bulgaria Ltd.         Bulgarien43% Heizenergie gespart
3. Platz    Uponor Lettland36% Heizenergie gespart

Porträt: „kaneo GmbH – green IT solutions“ gewinnt den deutschen Energiesparcup

Als die Nachricht vom Gewinn des Energiesparcups im Büro eintrifft, ist der Jubel groß. „Juhuu“, ruft Nele Lübberstedt ins Telefon. „Wahnsinn, dass wir das geschafft haben!“ Und auch beim Interview einen Tag später leuchten ihre Augen voller Stolz. „Das ganze Team freut sich, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben“, erzählt die Geschäftsführerin der kaneo GmbH. Innerhalb eines Jahres haben die fünf Mitarbeiter des IT-Dienstleisters aus Lüneburg in Niedersachsen ihren Stromverbrauch im Büro um 56 Prozent gesenkt – und damit den nationalen Energiesparcup gewonnen. Jetzt verbraucht das Unternehmen jedes Jahr 2.500 Kilowattstunden weniger Strom als vor dem Wettbewerb. Das entspricht 1.500 Kilogramm CO2-Emissionen und spart 700 Euro Ökostromkosten.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir noch so viel sparen können“, sagt Nele Lübberstedt. Die kaneo GmbH – green IT solutions berät kleine und mittelständische Firmen und Organisationen bei der nachhaltigen Gestaltung ihrer IT-Infrastruktur. Zum Beispiel, welche Computer benötigt werden. Oder wie sich schlanke Netzwerke aufbauen und Daten sinnvoll strukturieren lassen. Anders gesagt: Das Unternehmen ist von Hause aus Spezialist für einen effizienten Umgang mit Energie im Büro – zumindest in Sachen IT. „Genau deshalb haben wir beim Energiesparcup mitgemacht: Wir wollten einen unabhängigen Blick von außen. Wir wollten nicht nur wissen, was wir schon richtig machen, sondern vor allem sehen, was wir noch verbessern können.“

Alles auf den Prüfstand: Von der Kaffeemaschine bis zum WLAN

So wurden während des Energiesparcups nahezu alle Bürogeräte und jeder Ablauf in dem 2014 gegründeten Unternehmen auf Möglichkeiten zum Stromsparen geprüft. Es ging nicht um große Investitionen, sondern um kleine Änderungen. Das WLAN wird jetzt am Wochenende und zum Feierabend komplett ausgeschaltet, und die Mitarbeiter können mit einem Knopfdruck am Schreibtisch alle elektrischen Geräte ausschalten, sodass kein Strom bei ihrer Abwesenheit verbraucht wird. Außerdem wurde viel im Bereich IT optimiert. Und schließlich kamen sogar die Lieblingsgewohnheiten im Büro auf den Prüfstand: „Unsere Stereoanlage hat jetzt eine abschaltbare Steckerleiste und verbraucht keinen Stand-by-Strom mehr. Und den Kaffeevollautomaten haben wir durch einen Wasserkocher und eine French-Press-Kanne ersetzt. Damit sind alle zufrieden – und wir sparen jede Menge Energie.“

„Viele Kunden erwarten heutzutage, dass ein Unternehmen soziale und ökologische Verantwortung übernimmt. Es heißt also, mit der Zeit zu gehen. Vor allem kleine Unternehmen können mit einfachen Maßnahmen ihre Energiekosten deutlich senken. Ich wünsche mir, dass auch andere Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und noch mehr auf Nachhaltigkeit setzen.“
Nele Lübberstedt, Geschäftsführerin kaneo GmbH

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Überhaupt wurde das Thema Energiesparen im Unternehmen deutlich präsenter. Auch, weil beim wöchentlichen Teammeeting nun auch über Energieverbräuche und Sparmöglichkeiten gesprochen wurde. „Als wir dann im Energiesparkonto zum ersten Mal unsere Einsparungen gesehen haben, waren wir alle ganz begeistert“, erzählt Nele Lübberstedt. „Aber dann gab es einen Tiefpunkt, als der Stromverbrauch im Vergleich zur vorherigen Einsparung plötzlich wieder anstieg – obwohl wir so viel umgestellt hatten. Da haben einige Mitarbeiter schon gezweifelt, ob sich das alles überhaupt lohnt.“

Entstanden war der vorübergehend höhere Verbrauch durch notwendige Testszenarien der IT-Systeme, für die mehr Rechnerleistung und damit mehr Strom benötigt wurde, sagt Nele Lübberstedt. „Für unsere Arbeit sind solche Tests notwendig. Umso wichtiger ist eine effiziente und energiesparende IT. Sonst hätten wir unseren Stromverbrauch nicht so sehr reduzieren können.“ Deshalb erinnerte sie ihre Mitarbeiter daran, dass bei kaneo nicht nur Strom gespart wird, um den Energiesparcup zu gewinnen. „Für uns gehört das zum Bestandteil unserer Arbeit und zur Unternehmensphilosophie“, erklärt die 32-jährige Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagerin. „Es führt einfach kein Weg daran vorbei, dass wir umweltgerecht und effizient arbeiten. Vor allem in der IT, die Bestandteil unseres Alltags ist und gleichzeitig so viele Ressourcen benötigt. Nur so können wir unsere Umwelt, unseren Lebensraum langfristig erhalten.“

Erfolgsrezept Nummer 1: Mit dem Herzen dabei sein

„Mein Herz schlägt einfach für Nachhaltigkeit“, sagt Nele Lübberstedt. Diese Überzeugung ist eines ihrer drei Erfolgsrezepte zum Energiesparen im Unternehmen: „Erstens ist es wichtig, dass der Chef selbst an das glaubt, was er von seinem Team erwartet. Zweitens braucht man einen langen Atem und muss immer dranbleiben, auch wenn im Alltagsgeschäft manchmal wenig Zeit ist. Und drittens: Ohne Verbräuche zu messen, geht gar nichts. Man muss einfach wissen, welches Gerät wie viel verbraucht und was einzelne Sparmaßnahmen bringen.“

 

Der Gewinn des Energiesparcups ist für kaneo eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. „Als Green-IT-Pioniere müssen wir oft erklären, warum wir etwas anders machen als andere. Mit dem Gewinn des Energiesparcup sind wir unser bestes Beispiel“, sagt Nele Lübberstedt. Deshalb will kaneo weiter sparen. Gerade wird die Beleuchtung auf LED umgerüstet. Und bis 2017 will das Unternehmen CO2-neutral werden. „Das war schon länger unsere Idee. Beim Energiesparcup haben wir so viel gespart, dass dieses Ziel nun wirklich realistisch wird.“