Stromsparen bei Computer & Co.

Das Wichtigste kurz und knapp

Klack. Klack-klack. Klack. So hallte es vor 30 Jahren durch die Büros. Heute ist nur noch ein leises Klicken zu hören. Die Zeiten der mechanischen Schreibmaschine sind längst vorbei. Ihren Platz hat der Computer eingenommen, der so viel praktischer ist. Nur einen Nachteil hat er im Vergleich zu seiner alten Schwester: Er verbraucht Strom.

Ein durchschnittlicher Desktop-Computer benötigt 50 bis 100 Watt Strom; ein Laptop 30 bis 50 Watt. Hinzu kommen Drucker, Scanner, Kopierer und viele andere kleine Geräte, die aus dem modernen Büroalltag nicht mehr wegzudenken sind. Damit steigen nicht nur die Betriebskosten – auch die Umweltbelastung nimmt zu. Mit ein paar kleinen Tricks lässt sich der Stromverbrauch rund um den Arbeitsplatz ganz einfach reduzieren.

Stromsparen mit dem Monitor

  • Schalten Sie den Monitor während Meetings und Pausen aus. Wird der Monitor an einem Vollzeit-Arbeitstag für eine Stunde ausgeschaltet, spart das elf Prozent seines Tagesverbrauchs.
  • Bildschirmschoner sind Stromfresser; vor allem 3D-Bildschirmschoner verursachen hohe Rechenleistungen und verschwenden damit Strom. Tests zufolge benötigt ein beliebter Aquarium-Bildschirmschoner mehr Strom als ein echtes Aquarium.

Stand-by-Betrieb abschalten, Stromverschwendung beenden

  • Viele Bürogeräte verbrauchen Strom, ohne dass sie benutzt werden. Sie befinden sich im Bereitschaftsmodus oder sind nur scheinbar abgeschaltet. Untrügliche Zeichen dafür sind blinkende LED-Lämpchen und warme Netzteile. Die Lösung: Ziehen Sie entweder den Stecker, oder nutzen Sie abschaltbare Steckdosenleisten. Bei Steckdosenleisten mit Zusatzfunktionen sollten Sie auf deren Eigenverbrauch achten.
  • 45 Kilowattstunden Strom – so viel verbraucht ein einziger PC mit Monitor im Schnitt jedes Jahr im Stand-by-Betrieb. Das entspricht Stromkosten von etwa 13 Euro.

Den Computer effizient nutzen

  • Nutzen Sie die Energiespar-Optionen des Computers. Wenn Sie länger nicht am Rechner sind, sollten Sie ihn abschalten. Dabei gilt die Faustregel: Stand-by nach 15 Minuten, Ruhezustand nach 30 Minuten. Diese Einstellung lässt sich ganz einfach in der Systemsteuerung unter „Energieoptionen“ vornehmen.
  • Öffnen Sie nur die Programme, die Sie benötigen. Je mehr Programme im Hintergrund des Computers laufen, desto höher ist dessen Rechenleistung – der Stromverbrauch steigt. Besonders aufwändige Programme zur Video- oder Grafikbearbeitung sowie Kommunikationsprogramme, die Daten austauschen, können unbemerkt viel Strom verbrauchen. Schließen Sie solche Programme, wenn Sie Pause machen.

Stromverbrauch senken mit Drucker, Scanner, Kopierer und Fax

  • Die meisten modernen Bürogeräte verfügen über Energiesparfunktionen. Diese sollten Sie auch verwenden! Zum Beispiel verbraucht ein durchschnittlicher Laserdrucker zwei Drittel weniger Strom, wenn seine Energieoptionen optimal eingestellt sind.
  • Nicht jeder Arbeitsplatz benötigt einen eigenen Gerätepark. Wenn Sie sich mit Ihren Kollegen einen Kopierer oder Drucker teilen, spart das Strom und Druckkosten. Machen Sie Ihrem Chef Vorschläge, wie Geräte eingespart werden könnten.
  • Entfernen Sie Geräte, die nicht benutzt werden! Oft stehen in Büros alte Kopierer oder Faxe, die schon seit Jahren nicht mehr verwendet werden. Hier lohnt es sich, die Geräte aus dem Verkehr zu ziehen. Wenn nötig, können Sie durch andere technische Lösungen ersetzen werden. Faxe zum Beispiel lassen sich heute bequem mit dem Computer empfangen und versenden. Wird ein altes Faxgerät abgeschaltet, können pro Jahr 80 Euro Stromkosten gespart werden.

Alt oder neu? Drei Tipps rund um den Computerkauf

Gibt es eigentlich faire Computer?

Es gibt fair gehandelten Kaffee und fair gehandelte Kleidung. Aber ein fairer Computer ist bis jetzt nicht auf dem Markt. Bei der Herstellung eines Computers werden hunderte Komponenten benötigt; diese bestehen aus Dutzenden Rohstoffen – und über deren Herkunft wissen oft nicht einmal die Hersteller selbst genau Bescheid. Zudem werden die meisten Computer-Chips in Asien gefertigt, wo die Herstellungsbedingungen nicht transparent sind. Auf den Punkt gebracht: Bei der Herstellung fast aller Computer stehen Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltverschmutzung leider nach wie vor auf der Tagesordnung.

Übrigens: Ein bayerisches Unternehmen versucht seit Jahren eine faire Computer-Maus zu entwickeln. Selbst dieses vergleichsweise kleine Computer-Accessoire konnte bis jetzt nicht ganz fair hergestellt werden. Schon deshalb sollten Computer so lange wie möglich verwendet werden.

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Monitoring gehört zum Energiesparen wie der Schreibtisch ins Büro. Denn wer weniger Energie verbrauchen will, muss...

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