Richtig heizen im Büro: die 10 besten Tipps zum Energiesparen

Kleiner Aufwand, große Ersparnis: Wer im Büro bewusst heizt, kann eine Menge Energie und Kosten sparen – das schont die Firmenkasse und unterstützt Ihre Gesundheit! Hier finden Sie die zehn besten Tipps, um Heizenergie im Büro zu sparen. Die meisten davon funktionieren auch zu Hause.

1. Auf die richtige Temperatur und Luftfeuchte achten

Ein Grad mehr oder weniger – darauf kommt es an! Denn mit jedem Grad weniger im Büro sinkt der Heizenergieverbrauch um sechs Prozent. In einem 200 Quadratmeter großen Büro kann ein Grad weniger eine jährliche Einsparung bis zu 1.500 Kilowattstunden Heizenergie bedeuten. Das entspricht rund 120 Euro*. Natürlich sollten Sie gemeinsam mit Ihren Kollegen eine Temperatur wählen, bei der sich alle wohlfühlen. Empfohlen werden 20 bis 22 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Mit einem Thermo-/Hygrometer lassen sich die Werte objektiv messen und Streit vermeiden.

* Gerechnet mit einem Energiepreis von 8 Cent pro Kilowattstunde. Das ist der durchschnittliche Preis von 2014, gemittelt aus Erdgas, Heizöl, Fernwärme. Die Kosten hängen auch vom Heizsystem ab.

2. Türen zu kälteren Räumen schließen

Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, sollte es dort angenehm warm haben. Im Flur, in der Büroküche und in Abstellräumen hingegen kann es durchaus etwas kühler sein. Damit diese Räume nicht unnötig mitbeheizt werden, sollten die Türen in der Heizsaison geschlossen bleiben. Wenn Kollegen nicht daran denken, hilft ein einfaches Schild: „Bitte Türe schließen!“

3. Auf freie Heizkörper achten

Der lange Vorhang muss weg. Auch die Jalousie stört. Und der Schreibtisch sollte nicht direkt vor der Heizung stehen, auch wenn das irgendwie gemütlich ist. Wenn Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbelstücke verdeckt sind, kann die warme Luft besser zirkulieren. So wird effektiver geheizt – und die Heizkosten sinken. Im Fall des Falles können Sie Ihren Vorgesetzten bitten, die Aufstellung von Schreibtischen und Büromöbeln umzustrukturieren. Und manchmal ist Umräumen ja auch richtig gut. 

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4. Thermostat richtig nutzen

Thermostate müssen nicht auf „Stufe 5“ gedreht werden, damit es schnell warm wird. Denn „Voll-Aufdrehen“ bedeutet nicht schneller Heizen sondern einfach nur länger – nämlich bis zur gewählten Zimmertemperatur. Stufe 3 entspricht bei einer Zentralheizung ca. 20 Grad Celsius, Stufe 5 etwa 28 Grad Celsius. Wer eine Erdgastherme in seinen Büroräumen einsetzt, kann die Temperatur über die Raumsteuerung regeln.

Übrigens: Wenn Sie das Fenster öffnen, sollten Sie die Heizung komplett abdrehen. Denn wenn das Thermostatventil von kalter Frischluft umgeben wird, erzeugt die Heizung mehr Wärme. Und diese würde durch das offene Fenster verloren gehen.

5. Nachtabsenkung – ja oder nein?

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Vorgesetzten, ob Sie das Thermostat zum Feierabend zurückdrehen sollen, um Energie zu sparen oder nicht. Wenn die Heizungsanlage über Nacht zentral abgesenkt wird, sollte das Thermostat immer in der gleichen Position bleiben. Wenn es keine zentrale Absenkung gibt, können Sie das Thermostat zum Feierabend und am Wochenende auf die Stellung zwischen 1 und 2 drehen. So kühlen die Räume nicht aus, und lassen sich zum Arbeitsbeginn rasch wieder aufheizen. Vor dem Hochdrehen, das Lüften nicht vergessen!

6. Stoßlüften, keine gekippten Fenster

Mehrmals täglich Stoßlüften ist effektiver, als die Fenster nur zu kippen. Denn bei gekipp­ten Fenstern kommt kaum frische Luft in den Raum – aber die warme Luft des Heizkörpers zieht ungenutzt nach draußen, und die Wände kühlen aus. Außerdem drohen durch die Zugluft ein steifer Nacken und gereizte Schleimhäute. Wer die Fenster kurzzeitig ganz öffnet, spart Energie und fördert das Wohlbefinden. Stoßlüften statt Dauerlüften spart in einem 200 Quadratmeter großen Büro bis zu 6.000 Kilowattstunden beziehungsweise 480 Euro* im Jahr.

* Gerechnet mit einem Energiepreis von 8 Cent pro Kilowattstunde. Das ist der durchschnittliche Preis von 2014, gemittelt aus Erdgas, Heizöl, Fernwärme. Die Kosten hängen auch vom Heizsystem ab.

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7. Rollläden über Nacht schließen

Wenn’s im Winter besonders kalt ist, lohnt es sich, zum Feierabend die Rollläden zu schließen. So gelangt über Nacht weniger Wärme nach draußen – und das Büro ist morgens nicht so sehr ausgekühlt. Am effektivsten ist dieser Tipp in Verbindung mit der Nachtabsenkung der Raumtemperatur.

8. Hände kalt waschen

Regelmäßiges Händewaschen hilft, sich vor Infektionen zu schützen. Besonders wichtig dabei ist jedoch nicht die Wassertemperatur, sondern die Sorgfalt: Wer die Hände mindestens 30 Sekunden mit Seife wäscht, entfernt 99 Prozent aller Erreger – auch mit kaltem Wasser. Wenn sich in einem Büro mit 20 Mitarbeitern, alle jeden Tag zwei Mal die Hände mit kaltem statt warmem Wasser waschen, lassen sich übers Jahr zwischen 200 und 450 Euro sparen. Je nachdem ob das Wasser über die Heizung oder mit Strom erwärmt wird.

9. Informieren Sie Ihren Chef über Probleme mit der Heizung

Ist es an Ihrem Büroplatz warm genug? Zieht es durchs Fenster? Gluckert der Heizkörper, oder wird er nicht richtig warm? Das weiß niemand besser als Sie selbst – denn Sie sitzen jeden Tag an Ihrem Schreibtisch. Geben Sie deshalb alle „Unregelmäßigkeiten“ rund ums Thema Heizen möglichst schnell an Ihren Vorgesetzten weiter. Ein blubbernder Heizkörper beispielsweise kostet nicht nur Nerven, sondern jedes Jahr 15 Euro Heizkosten. In vielen Fällen kann ein Handwerker das Problem im Handumdrehen lösen.

10. Machen Sie einen Deal

Energiesparendes Heizen im Büro ist gut für die Umwelt und gut für den Arbeitgeber – denn der spart Heizkosten. Aber was haben die Kollegen davon? Schlagen Sie Ihrem Chef einen Deal vor: Sie achten gemeinsam mit den Kollegen den Winter über auf energiesparendes Heizen. Und für die sinkenden Heizkosten revanchiert sich die Firma mit einem Frühlingsbrunch. Oder einem Sommerausflug!

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