Monitoring: Wissen ist der erste Schritt zum Sparen

Das Wichtigste kurz und knapp

  • Was? Monitoring heißt: Daten regelmäßig und systematisch erfassen und auswerten.
  • Wozu? Wer den eigenen Verbrauch kennt, spart Energie.
  • Wie? Das kostenlose Energiesparkonto hilft beim Monitoring im Büro und zu Hause.

Jeder kennt den Benzinverbrauch seines Autos auf 100 Kilometer. Aber kaum jemand weiß, wie viele Umdrehungen der eigene Stromzähler pro Woche macht. Oder wie viel Strom Computer oder Kühlschrank verbrauchen. Dabei wäre das mindestens genauso wichtig. Denn: Nur wer seinen Energieverbrauch kennt, weiß, ob und wie viel er sparen kann. Studien zufolge verbrauchen Privathaushalte, die ihren Energieverbrauch beobachten, fast drei Prozent weniger Strom und 6,5 Prozent weniger Heizenergie. Deshalb ist Monitoring der erste Schritt, wenn es ums Energiesparen geht – egal ob im Büro oder zu Hause.

Monitoring: Den eigenen Energieverbrauch im Blick haben

Monitoring bedeutet nichts anderes als „beobachten“ oder „kontrollieren“. Wenn es um den Stromverbrauch geht, gibt es dabei zwei Möglichkeiten:

  1. Mit einem Strommessgerät den Verbrauch verschiedener Geräte selbst messen. Vom PC am Arbeitsplatz bis zum Wasserkocher in der Küche.
  2. Zum Strom- oder Gaszähler gehen, den Zählerstand ablesen und aufschreiben.

Allerdings: Die bloßen Daten auf einen Zettel zu notieren, reicht nicht aus. Zu einem guten Monitoring gehört deshalb auch, diese Daten auszuwerten, zu vergleichen und zu interpretieren. Erst so wird es möglich, den Verbrauch zu optimieren.

Professionelle Systeme für den Hausgebrauch

Deshalb ist es sinnvoll, professionelle Monitoring-Systeme zu verwenden. Zum Beispiel das Energiesparkonto. Dieses Konto nutzen alle Unternehmen, die am Energiesparcup teilnehmen, um ihre Strom- und Heizenergiedaten zu erfassen.
Die kostenlose Online-Plattform, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird, eignet sich auch für Privathaushalte. Sie funktioniert wie ein digitales Haushaltsbuch für den persönlichen Energieverbrauch. Mit ihr lassen sich alle Energiedaten, Rechnungen und Zählerstände verwalten und auswerten. Die an das Energiesparkonto gekoppelte App „EnergieCheck“ ermöglicht es, Daten direkt am Zähler einzugeben.

Alles automatisch: Smart Meter nutzen

Um das Monitoring beim Energiesparcup zu vereinfachen, werden sogenannte Smart Meter verwendet. Das sind digitale Zähler, die genau erkennen, wann wie viel Energie verbraucht wird. Per Funk, über die Stromleitung oder das Internet übertragen sie ihre Messdaten auf einen Rechner. So können die teilnehmenden Büros ihren Stromverbrauch jederzeit genau beobachten. Auch intelligente Gas- und Wasserzähler sind bereits auf dem Markt.

Auch private Anwender können Smart Meter nutzen. Dafür wird in der Regel eine Gebühr fällig; außerdem ist ein monatlicher Mietpreis zu zahlen, der oft etwas höher liegt, als bei herkömmlichen Zählern. Die Vorteile von Smart Metering: eine genaue Kontrolle des Verbrauchs und das einfache Aufspüren von Stromfressern. Bundesweite Angebote für Smart Meter gibt es zum Beispiel von Yello und Discovergy. Nutzer von Discovergy können den Zähler direkt mit dem Energiesparkonto verbinden, die Daten automatisch ins Konto einlesen und individuell auswerten.

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