Seit drei Jahren verschwinden Glühlampen nach und nach vom Markt. Warum das gut ist? Weil sie nur 5 Prozent der eingesetzten Energie in Licht umwandeln. Mit den übrigen 95 Prozent heizen sie die Umgebung. Effizienz sieht anders aus. Trotzdem wird oft unterschätzt, wie viel Energie und Geld sich beim Wechsel auf LEDs sparen lässt. Sowohl im Büro, als auch zu Hause.

Jede LED, die eine 60 Watt Glühlampe ersetzt, spart laut Stiftung Warentest 15 Euro Stromkosten pro Jahr. Damit macht sich der Umstieg auf LED-Beleuchtung schon nach wenigen Monaten bezahlt.

Dass sich der Wechsel auf LEDs nicht nur theoretisch sondern auch in der Praxis rechnet, zeigt beispielsweise die Granderath Elektro GmbH aus Düsseldorf. Im Frühjahr 2015 hat der Elektrogerätehändler einen Großteil seiner Beleuchtung getauscht. Fast 900 Leuchtstoffröhren wurden durch LED-Lampen ersetzt. Den Investitionskosten von 11.000 Euro stehen jährliche Einsparungen von 7.200 Euro gegenüber.

Vorteile:
Deshalb lohnt sich ein Umstieg auf LEDs

  • Die Preise von LED-Lampen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das zeigen auch die Tests von Stiftung Warentest. 2014 kostete die Testsieger-LED noch 30 Euro; 2015 waren es 7 Euro.
  • Mit LEDs lassen sich 80 Prozent des Stromverbrauchs im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen sparen. Die beste von Stiftung Warentest geprüfte LED leuchtet zehn Mal so effizient wie eine Glühlampe.
  • LEDs halten bis zu zwanzig Mal länger als herkömmliche Glühlampen. Der Glühfaden brennt nach rund 1.000 Stunden Leuchtdauer durch. LED-Lampen erreichen eine durchschnittliche Leuchtdauer von 20.000 Stunden.
  • Bei der Schaltfestigkeit gibt es kaum Unterschiede zwischen Glühlampe und LED. Alle von Stiftung Warentest getesteten LEDs konnten mehr als 25.000 Mal ein- und ausgeschaltet werden.

Kein Gift, bessere Umweltbilanz

  • Energiesparlampen waren oft in den Schlagzeilen, weil sie geringe Mengen an Quecksilber enthalten. LEDs hingegen enthalten kein Quecksilber und sind deshalb ungiftig. Dennoch sollten sie nicht im Hausmüll landen, sondern über den Fachhandel oder auf Wertstoffhöfen entsorgt werden – damit sie recycelt werden können.
  • Manche LED-Kritiker verweisen darauf, dass für die Herstellung von LEDs „seltene Erden“ genutzt werden, die sich nur mit erheblichem Aufwand gewinnen lassen. Das ist richtig. Weil LED-Lampen sehr wenig Strom verbrauchen und sehr langlebig sind, ist ihre Umweltbilanz im Vergleich zur Glühlampe oder Energiesparlampe dennoch die beste.

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Farbtemperatur: LEDs leuchten wärmer als früher

  • Alte Testberichte zeigen, dass das Licht von LED-Lampen vor wenigen Jahren deutlich kälter als das Licht von Glühlampen war. Auch heute noch haben Glühlampen kleine Vorteile, wenn es darum geht, ein Farbspektrum mit besonders hohem Rotanteil zu erzeugen.
  • Fakt ist aber auch: In den vergangenen Jahren hat sich die Lichtqualität von LEDs deutlich verbessert. LEDs können inzwischen alle Lichtfarben abdecken. Beim Umstieg auf LED-Lampen sollte auf deren Farbtemperatur geachtet werden. Diese wird in Kelvin angegeben: warmweiß – 2.000 bis 3.300 Kelvin, neutral – 3.300 bis 5.300 Kelvin, tageslichtweiß – ab 5.300 Kelvin.

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