Energiesparend lüften und kühlen im Büro: die 10 besten Tipps

Wenn in den Büroräumen ein gutes Klima herrscht, können sich die Kollegen besser konzentrieren und werden seltener krank. Dafür braucht es vor allem genügend frische Luft – und im Sommer eine ausreichende Kühlung. Wie Sie beim Lüften und Kühlen auch Energie sparen können, erfahren Sie in unseren zehn Tipps.

1. Regelmäßig die Fenster öffnen

Jeder kennt das: Einmal kurz aus dem Büro in die Küche, um einen Kaffee zu holen – und beim Zurückkommen fällt einem auf, wie schlecht die Luft im Raum ist. Menschen haben leider keinen guten Sinn für die Qualität der Raumluft. Deshalb sollten Sie mit Ihren Kollegen einen festen Lüftungsplan für Ihr Büro vereinbaren. Wer regelmäßig lüftet, steigert seine Konzentrationsfähigkeit und beugt Kopfschmerzen vor. Außerdem lässt sich der Heizenergieverbrauch senken, wenn die Fenster nicht gekippt, sondern kurzzeitig ganz geöffnet werden.

Extratipp: Hier können Sie mit wenigen Klicks herausfinden, wie sich die Luftqualität in Ihrem Büro im Tagesverlauf verändert.

Luftqualität mit CO2-Ampeln messen

Schlechte Luft? CO2-Ampeln zeigen auf einen Blick, wann die Fenster geöffnet werden müssen. Die Teilnehmer des Energiesparcups zum Beispiel verwenden das Kohlendioxid-Messgerät VOLTCRAFT CO-60 0 von Conrad Electronic, um die Luftqualität zu prüfen. Wird ein festgelegter Grenzwert überschritten, löst das Gerät Alarm aus und signalisiert so, dass gelüftet werden sollte. Zusätzlich zur CO2-Konzentration werden auch Umgebungstemperatur und relative Luftfeuchte gemessen. Das sorgt für gute Luft im Büro.

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2. Schon am Morgen lüften

Im Hochsommer sollte das zu einem Ritual werden: Öffnen Sie alle Fenster, wenn Sie morgens ins Büro kommen. Die kalte Morgenluft kühlt die Räume und die Wände des Büros. Wenn es draußen wärmer wird, schließen Sie die Fenster – im Büro bleibt es durch den Speichereffekt der Wände noch eine Weile angenehm kühl.

Empfehlungen für Lüftungszeiten übers ganze Jahr finden Sie hier.

3. Den Sonnenschutz verwenden

Logisch: In der Sonne ist es heißer als im Schatten. Nutzen Sie deshalb Rollos, Jalousien oder Rollläden, um sich vor der Sonne zu schützen. Das ist angenehmer – und spart Ihnen an manchen Tagen den Dauereinsatz von Ventilator oder Klimagerät. Wenn kein Sonnenschutz im Büro vorhanden ist, sprechen Sie Ihren Vorgesetzten darauf an.

4. Pflanzen ins Büro stellen

Schauen Sie mal für zehn Sekunden weg vom Bildschirm, hinüber zur grünen Zimmerpflanze. Wie fühlen Sie sich? Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass sich Pflanzen in Büros stressmindernd auswirken. Und zwar so sehr, dass die Mitarbeiter weniger oft krank sind. Obendrein können Pflanzen zumindest teilweise die Aufgaben einer Klimaanlage übernehmen und sparen dadurch Energie. Denn in einem „grünen Büro“ steigt die Luftfeuchtigkeit, Schadstoffe werden aus der Luft gefiltert und Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt.

5. Klimageräte sinnvoll nutzen

Behalten Sie auch in der Bürohitze des Hochsommers einen kühlen Kopf. Klimageräte müssen nicht auf Höchstleistung gestellt werden. Wenn es draußen 35 °C heiß ist, genügt es, den Raum auf etwa 25 °C zu kühlen, um ein angenehmes Klima im Büro zu haben. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Differenz zu ungekühlten Nebenräumen wie Flur oder Toilette nicht größer als 5 °C ist. Bei zu großen Temperaturunterschieden besteht die Gefahr von Kreislaufproblemen und Erkältungen.

6. Mit kaltem Wasser statt mit dem Ventilator kühlen

Ventilatoren senken nicht direkt die Lufttemperatur im Büro, sondern bringen lediglich die warme Luft im Büro in Bewegung. Dass das trotzdem als angenehm empfunden wird, liegt daran, dass der Schweiß durch die Luftbewegung schneller verdunsten kann. Die sinnvollere Alternative zum Ventilator-Dauerbetrieb: Nacken, Hände und Unterarme zwischendurch mit Wasser kühlen. Oder eine Schüssel mit kaltem Wasser unter den Schreibtisch stellen und die Füße darin baden.

Tipps für zu Hause

Im Sommer ist es nicht nur im Büro heiß. Hier finden Sie Tipps zum Lüften und Kühlen in den eigenen vier Wänden.

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7. Sommerlich essen und trinken

Vor allem wenn es heiß ist, sollten Sie auch während der Arbeitszeit ausreichend trinken – am besten Wasser oder andere ungesüßte Getränke. Aber Vorsicht: Wer zu kalte Getränke zu sich nimmt, schwitzt mehr!

Für die Mittagspause gilt: Bei Hitze sind leicht verdauliche Speisen wie Salat oder Obst für den Körper am besten. Was das mit Energiesparen zu tun hat? – Je besser Ihr Körper durch eine gute Ernährung mit den heißen Temperaturen zurechtkommt, desto seltener werden Sie die Klimaanlage hochdrehen.

8. Luftig kleiden

Jackett und Krawatte sind nicht die beste Ausstattung für einen heißen Sommertag – denn sie verhindern, dass die Luft am Körper zirkulieren kann. Passen Sie Ihre Kleidung nach Möglichkeit den Temperaturen an. Mit luftiger, atmungsaktiver Kleidung lässt es sich an heißen Tagen im Büro besser arbeiten. Natürlich sollten Sie dabei auf die Kleiderordnung Ihres Unternehmens achten. Oder Ihren Chef bitten, an den heißen Tagen etwas nachsichtiger zu sein.

9. Eine Siesta halten

Machen Sie es wie die Spanier, und legen Sie an besonders heißen Sommertagen eine längere Mittagspause ein. Zumindest, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen flexible Arbeitszeiten gestattet. Die Arbeit können Sie auf die Morgenstunden oder in den Abend verschieben – denn dann ist es auch ohne Dauereinsatz der Klimaanlage im Büro weniger heiß.

Übrigens: In Spanien schließen viele kleine Unternehmen zwischen 14 und 17 Uhr, sodass die Mitarbeiter Gelegenheit haben, zu Hause zu essen und ein Nickerchen zu halten. Denn bei der Siesta handelt es sich genaugenommen um einen Mittagsschlaf.

10. Den Vorgesetzten informieren

Ist die Klimaanlage zu kalt oder zu warm eingestellt? Gibt es Geräte, die im Büro Wärme produzieren, aber eigentlich auf dem Flur stehen könnten? Fehlt ein Sonnenschutz an Ihrem Fenster? Halten Sie Ihren Chef auf dem Laufenden, wie es um das Thema „Kühlen und Lüften“ an Ihrem Arbeitsplatz steht. Denn nur wenn er die Probleme kennt, können diese auch gelöst werden.

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